Messnetzüberwachung

Das nationale Überwachungszentrum von MeteoSchweiz stellt sicher, dass die Instrumente des automatischen Messnetzes korrekt funktionieren. Bei Störungen werden Unterhaltsteams aufgeboten. Um die hohe Qualität sicherzustellen, werden die Messinstrumente regelmässig überprüft.

Zahlreiche Bildschirme im Kontrollraum verschaffen den Mitarbeitern/-innen einen Überblick.
Kontrollraum der Messnetzüberwachung in Payerne.

Das automatische Messnetz von MeteoSchweiz (SwissMetNet) zählt zusammen mit den automatischen Niederschlagsstationen über 260 Messstationen (Stand 2015). Alle zehn Minuten übermitteln diese Stationen Daten zu Wetter und Klima an die zentrale Datenbank von MeteoSchweiz. Aufgabe des nationalen Überwachungszentrums in Payerne ist es, die hohe Qualität dieser grossen Datenmenge zu garantieren. Zu diesem Zweck werden verschiedene Diagnosewerkzeuge eingesetzt, um Störungen an Stationen oder Abweichungen von Instrumenten festzustellen. Unter anderem wird der Datenfluss zum Datenserver in Echtzeit überwacht und die Datenkohärenz mit verschiedenen Tests überprüft.

Zusätzlich zum automatischen Messnetz werden in Payerne auch die Instrumente des schweizerischen Klimamessnetzes für alpine Strahlungsbeobachtungen (SACRaM) sowie die Messintrumente (Windprofiler, Mikrowellenradiometer) für das Windanalyse- und Vorhersagesystem für nukleare Störfälle (CN-MET) überwacht.

Reparatur und Unterhaltsarbeiten

Die Aufgabe der für die Messnetzüberwachung zuständigen Personen besteht darin, auftretende Probleme zu identifizieren und die nötigen Schritte zu deren Behebung einzuleiten. Sobald die Messstation lokalisiert ist, kann das Überwachungszentrum eines der vier regionalen Unterhaltszentren von MeteoSchweiz damit beauftragen, den Messbetrieb wieder instand zu setzen. Diese regionalen Zentren sind in Davos, Locarno, Payerne und Zürich angesiedelt.

Der operationelle Betrieb des automatischen Messnetzes in der Schweiz stellt gerade angesichts der teilweise rauen Witterungsbedingungen eine besondere Herausforderung dar. Umso wichtiger sind deshalb vorsorgliche Unterhaltsarbeiten. Einmal jährlich wird jede der Stationen überprüft, dabei werden die Instrumente gründlich gereinigt und kalibriert. Darüber hinaus werden die Stationen alle ein bis zwei Wochen kontrolliert, um etwa das Terrain in Stand zu halten und die Instrumente zu reinigen.

Dokumentation der Massnahmen

Sämtliche der Massnahmen, um Störungen zu beheben und die Geräte zu unterhalten, werden in einer Datenbank dokumentiert. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass aktuelle wie künftige Nutzer über aufgetretene Ereignisse informiert sind. Dies ist vor allem für die Homogenisierung von Klimadaten von grosser Bedeutung.

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