Temperaturverteilung über dem Globus
Die Temperaturen lagen in Kanada über dem Durchschnitt. Die Städte Vancouver, Calgary und Edmonton verzeichneten sogar den wärmsten September seit Beginn der Messungen. In Calgary betrug die Temperaturabweichung 4,9 °C vom Durchschnitt der Jahre 1991–2020. Ausserdem verzeichnete Kanada mit 40,8 °C in Ashcroft, British Columbia, die höchste jemals gemessene Temperatur für einen September.
Auch in Teilen Grönlands, im äussersten Nordwesten Sibiriens und den angrenzenden Küstenregionen sowie in weiten Teilen der Antarktis waren die Temperaturen höher als in der Referenzperiode. Japan erlebte den drittwärmsten September seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1898.
Die einzigen grossen Regionen der Erde, in denen ausgeprägte negative Temperaturabweichungen zu verzeichnen waren, waren Nord-Zentral-Sibirien, Westaustralien und Teile der östlichen Antarktis.
Fünftwärmster September in Europa
Die Durchschnittstemperatur auf dem europäischen Kontinent lag im September 2025 bei 15,95 °C und damit 1,23 °C über dem Durchschnitt der Jahre 1991–2020, was ihn zum fünftwärmsten September seit Beginn der Aufzeichnungen macht. Der September 2025 war nur geringfügig verschieden (innerhalb von 0,04 °C) von der vierthöchsten Temperatur aus dem Jahr 2018 und der sechsthöchsten Temperatur vom September 2011.
Überdurchschnittliche Temperaturen wurden in Island, in Zentral- und Ostspanien, in Fennoskandien und in weiten Teilen der östlichen Hälfte Europas gemessen. Die stärksten Anomalien wurden im Norden Fennoskandiens, in den meisten baltischen Staaten, in Belarus und im Westen der Ukraine sowie in Teilen Kroatiens, Serbiens, Montenegros und Albaniens gemessen. Finnisch-Lappland erlebte den wärmsten September seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1901.
Im Gegensatz dazu verzeichneten Irland, das Vereinigte Königreich, Frankreich, Nordportugal und Nordwestspanien verbreitet Temperaturen von weniger als 1 °C unter dem Durchschnitt.