Wetterereignisse
Kräftige Gewitter, lokal mit grossem Hagel
Am 4. September 2025 erlebte die Schweiz einen gewitterhaften Nachmittag und Abend. Im Vorfeld einen spitzigen Tiefdruckttrogs floss aus südwestlicher Richtung feuchte und instabile Luft zur Alpennordseite. Die erste, kräftige Gewitterzelle brachte am Jurasüdfuss Böenspitzen von 80 km/h. In der Folge entwickelten sich im Mittelland und entlang der Voralpen weitere Gewitter, die vermehrt auch grössere Cluster bildeten und nebst einer grossen Anzahl Blitze für gebietsweise kräftigen Niederschlag sorgten. An der Messstation Winterthur / Seen wurde eine 10-Minuten-Niederschlagssumme von 21,4 mm gemessen, in Ebnat-Kappel waren es 16,4 mm. Im Laufe des Tages fielen verbreitet 10-30 mm, lokal aber auch 40-50 mm Niederschlag. Eine mit 14 km besonders hochreichende Gewitterzelle mit Hagelschlag traf das Appenzellerland. Sie brachte lokal Hagelkörner von 2-4 cm Grösse (mehr als ein Fünfliber).
Weiterführende Informationen
Anhaltend wechselhafte Bedingungen gefolgt von zwei sommerlichen Tagen
Vom 6. bis 16. September war es schweizweit wechselhaft und insgesamt passend für einen durchschnittlichen September. Sonnige und trübe Tage wechselten sich ab. Es fiel ab dem 8. September immer mal wieder etwas Niederschlag, auf der Alpensüdseite und in der Westschweiz mehr als in den übrigen Landesteilen. Am 19. und 20. September kam der Alpenraum in den Einfluss eines kräftigen Hochdruckrückens über Südeuropa. Es wurde nochmal sommerlich. Einige hochgelegene Stationen meldeten am 19. September eine neue Höchsttemperatur für September, darunter auch Standorte mit langen Messreihen: Davos mit 26,3 °C (bisheriger Rekord 24,9 °C, Messbeginn 1889) und Säntis (19,8 °C, bisher 17,6 °C, Messbeginn 1901).
Kräftige Niederschläge auf der Alpensüdseite
Eine Kaltfront überquerte vom 21. auf den 22. September 2025 die Alpennordseite. Schon im Vorfeld der Kaltfront gab es in den südlichen Walliser Alpen, auf der Alpensüdseite sowie am zentralen und östlichen Alpennordhang kräftige Niederschläge. Insgesamt fielen innerhalb von 24 Stunden im Tessin und in den angrenzenden Südbündner Alpentälern verbreitet 70 bis 110 mm, in Teilen des Mittel- und Südtessins 120 bis 190 mm Niederschlag. Am Messstandort Torricella/Crana wurden rund 188 mm gemessen, was dort einem 5-10-jährlichen Ereignis entspricht. In den angrenzenden Gebieten entlang des Alpenhauptkammes und inneralpin waren es lediglich 30 bis 70 mm. Richtung Nord- und Ostbünden hin fielen lediglich 5 bis 20 mm Niederschlag. Am 23. und 24. September ging es mit lokalen gewittrigen Niederschlägen verteilt über der Schweiz weiter, ehe sich die Wetterbedingungen zum Monatsende hin wieder etwas abtrockneten.