Viel Sonne in den Bergen und im Süden
Ein anderes Bild zeigte sich in den Bergen und auf der Alpensüdseite. Dort brachte das Hochdruckwetter einige heitere Tage und entsprechend zahlreiche Sonnenstunden. Davos zählte bis am 22. Dezember total 13 Tage mit mehr als 80 % der maximal möglichen Sonnenscheindauer, gleich viele wie auf dem Corvatsch. Auf dem Pilatus waren es acht und in Montana sieben heitere Tage. Über einen ganzen Dezember betrachtet, sind an diesen Standorten gemäss der Referenzperiode 1991-2020 rund zehn heitere Tage zu erwarten.
An den Stationen Fahy, Rünenberg und Hörnli lag die Sonnenscheindauer nach etwa zwei Dritteln aller Dezembertage bereits über dem Referenzwert für den gesamten Monat. Zwischen 90 und 100% der Referenz gab es bis zum 22. Dezember auch stellenweise am Alpennordhang, z.B. auf dem Napf, in Engelberg, in Glarus oder in Davos und Arosa.
Auf der Alpensüdseite gab es vom 5. bis 15. Dezember eine weitgehend sonnige Phase. Dort liegt die Sonnenscheindauer bis am 22. Dezember noch etwa im Bereich von 50 bis 60 % der Referenzperiode 1991-2020 für einen ganzen Dezember.
Bis Ende Dezember dürften sich diese Werte noch einmal ändern.
Sehr wenig Niederschlag
Mit dem anhaltenden Hochdruckwetter blieb auch der Niederschlag weitgehend aus. Einzig vom 5.-8. Dezember 25 auf der Alpennordseite und am 16.-18. Dezember auf der Alpensüdseite gab es zwei Niederschlagsereignisse mit moderaten Mengen. Ansonsten fiel in den ersten zwei Dezemberdritteln kaum nennenswerter Niederschlag.
In den meisten Gebieten der Schweiz blieben die Niederschlagsmengen bis am 21. Dezember bei Werten unter 35 % der Referenzperiode 1991-2020 für einen Dezember, vereinzelt sogar im einstelligen Prozentbereich (z.B. Pilatus mit 5 %, Grimsel Hospiz mit 4 %).
Mit dem fehlenden Niederschlag geht ein verbreitet starker Schneemangel einher. Dieser ist in mittelhohen und Tallagen besonders ausgeprägt.