Neben den direkten Auswirkungen des Klimawandels beleuchtet NCCS-Impacts auch dessen indirekte Auswirkungen auf internationale Lieferketten von Nahrungs- und Futtermitteln. Die bisher in der Schweiz etablierte Versorgung von Rindern, Schweinen und Hühnern mit Futtermitteln aus dem Ausland kann durch den Klimawandel zunehmend beeinträchtigt werden. Auch weitere für die Landwirtschaft wichtige Importprodukte wie Dünger und fossile Brennstoffe sind mit signifikanten globalen Klimarisiken verbunden.
Für importierte Nahrungsmittel wie Reis oder Kaffee, die für die Ernährungs- und Versorgungssicherheit der Schweiz von zentraler Bedeutung sind, werden klimabedingte Störungen die Versorgungsrisiken erhöhen. Selbst wenn viele Anbauländer heute stabile Erträge aufweisen, werden Klimarisiken künftig vermehrt den Ertrag in diesen Ländern beeinträchtigen und zu Unterbrüchen in den Lieferketten führen. Die steigenden Versorgungsrisiken können durch eine stärkere Diversifizierung der Lieferanten sowie der Herkunftsregionen und -länder oder durch Substitution der Nahrungsmittel gemildert werden.
Auswirkungen auf die Waldwirtschaft
Auch der Wald ist vom Klimawandel betroffen. Zunehmende Trockenheit, Stürme und Schädlingsbefall verändern die ökologischen Bedingungen im Schweizer Wald. Gemäss NCCS-Impacts werden künftig bestimmte Baumarten für ihre derzeitigen Standorte nicht mehr geeignet sein. Dies gefährdet nicht nur den Waldbestand, sondern auch die damit verknüpften Ökosystemleistungen wie die Holzproduktion, den Schutz vor Naturgefahren und die Bereitstellung von Lebensraum für die einheimische Artenvielfalt. Ohne die gezielte Förderung klimaangepasster Baumarten dürfte die Stabilität und Produktivität der Wälder zurückgehen. Für die Stabilität der Wälder spielt zudem die Baumartenvielfalt eine wichtige Rolle: Mischwälder sind widerstandsfähiger als artenarme Wälder, da sie Wasser und Nährstoffe unter widrigen Bedingungen besser nutzen.