Die Kraft der März-Sonne und die teils milden Temperaturen haben dem Schnee keine Chance gelassen, sodass dieser innerhalb kurzer Zeit geschmolzen ist. Dies gilt insbesondere für Gebiete auf der Alpensüdseite unterhalb von 1400 Metern, wo die Temperaturen in den letzten Tagen tagsüber ausgesprochen mild waren und auch nachts über dem Gefrierpunkt blieben. In höheren Lagen hingegen (oberhalb von rund 2000 Metern) ist die Schneedecke immer noch intakt.
Bilder aus Camanoglio unterhalb von Bosco Gurin auf 1130 Meter über Meer vom Sonntagmorgen (15. März) einerseits und vom Donnerstag (19. März) andererseits, zeigen den Unterschied bezüglich der Schneesituation. Innert vier Tagen ist die Schneedecke beeindruckend geschrumpft.
Der Fotograf der Bilder in diesem Beitrag fragt sich, ob es wirklich notwendig war, den Schnee von den Autos und dem Parkplatz zu räumen, oder ob er besser einfach hätte warten sollen. Er hätte die schweisstreibende Arbeit problemlos der Frühlingssonne überlassen können. Nachdem der Zugang zum Haus freigeräumt war, blühten neben dem Weg bereits wieder Primeln und Gänseblümchen.
Ein ähnlicher Schneefall Anfang Dezember hätte hier den Skigebieten wahrscheinlich den ganzen Winter über Schneesicherheit garantiert. Mitte März ist die Schneedecke nun deutlich weniger dauerhaft.
Und wie sieht es mit Schnee in den nächsten Tagen aus?
Der Frühling schreitet mit grossen Schritten voran, doch bereits am Wochenende wird es in den Bergen zum Teil wieder weiss. Allerdings stehen die Mengen in keinem Vergleich mit dem Schneefall am vergangenen Wochenende (14. und 15. März).