Rekorde und Extreme

Rekordwerte verdeutlichen den Schwankungsbereich des Klimas. Für Temperatur, Niederschlag und Wind werden die extremsten, an den Messstandorten von MeteoSchweiz erfassten Klima- und Wetterbedingungen aufgeführt. Nachfolgend präsentieren wir die räumliche Verteilung starker Niederschläge in der Schweiz.

Rekorde Schweiz

Unten sind die Schweizer Rekorde für Temperatur, Niederschlag und Wind dargestellt.

Temperaturen

Temperaturen (2 m über Boden gemessen)
Wärmster Ort    
Locarno-Monti (TI)
367 m.ü.M.
12.4 °C mittlere Jahrestemperatur 1981-2010 (1)
Lugano (TI)
273 m.ü.M.
12.4 °C mittlere Jahrestemperatur 1981-2010 (1)
Kältester Ort    
Jungfraujoch
3'580 m.ü.M.
-7.2 °C mittlere Jahrestemperatur 1981-2010 (1)
Höchste Temperatur    
Grono (GR)**
382 m.ü.M.
41.5 °C 11. August 2003
Tiefste Temperatur    
La Brévine (NE)*
1'048 m.ü.M.
-41.8 °C 12. Januar 1987

* Die Messreihe von La Brévine (Minimum- und Maximumtemperatur) wurde 2011 homogenisiert. Dabei zeigte sich, dass der am 12. Januar 1987 gemessene Minimum-Wert von -41.8 °C unter den heutigen Messbedingungen bei -42.5 °C gelegen wäre. Der Unterschied ergibt sich aus dem Übergang von der früheren Handmessung (Messhütte) zur automatischen Messung im Oktober 1997.

** Die Messstation Grono befand sich damals am Hang etwas oberhalb der Ortschaft. Deshalb die höhere Lage als heute. Der Messstandort lag in einer Waldlichtung an einem felsigen Südhang. Unter den heutigen Messbedingungen auf dem Talboden hätte der 11. August 2003 in Grono ein Tagesmaximum von 40.5 °C gebracht.

(1) Die Basis dieser Werte sind homogene Messreihen. Homogen bedeutet, dass alle künstlichen Änderungen in der Datenreihe eliminiert worden sind.

Regen und Schnee

Trockenster Ort    
Stalden-Ackersand (VS)
700 m.ü.M.
545 mm mittlerer Jahresniederschlag 1981-2010 (1)
Nässester Ort    
Säntis
2'502 m.ü.M.
2'837 mm mittlerer Jahresniederschlag 1981-2010 (1)
Höchste Regenmenge      
in 10 Minuten Lausanne
601 m.ü.M.
41.0 mm 11. Juni 2018
in 1 Stunde Locarno-Monti (TI)
366 m.ü.M.
91.2 mm 28. August 1997
in 1 Tag Camedo (TI)
550 m.ü.M.
455 mm 26. August 1935
in 2 Tagen Mosogno (TI)
760 m.ü.M.
612 mm 23./24. September 1924
in 3 Tagen Camedo (TI)
550 m.ü.M.
768 mm 3. - 5. September 1948
in 1 Monat Camedo (TI)
550 m.ü.M.
1'239 mm April 1986 (1)
in 1 Jahr Säntis
2'502 m.ü.M.
4'173 mm 1922 (1)
Grösste Schneehöhe      
  Säntis
2'502 m.ü.M.
816 cm April 1999
Grösste Neuschneemenge      
in 1 Tag: Berninapass,
2'307 m ü.M.
130 cm 15. April 1999
in 1 Tag:  Grimsel Hospiz
1'980 m ü.M. 
130 cm  30. März 2018 
in 2 Tagen Berninapass
2'307 m.ü.M.
215 cm 15./16. April 1999
in 3 Tagen Weissfluhjoch
2'690 m.ü.M.
229 cm 13. - 15. Februar 1990

(1) Die Basis dieser Werte sind homogene Messreihen. Homogen bedeutet, dass alle künstlichen Änderungen in der Datenreihe eliminiert worden sind.

Starkniederschläge

Der Durchschnitt der höchsten Niederschlagsmengen über eine bestimmte Dauer eines Jahres liefert Informationen über die geografische Verteilung starker Niederschläge. Dies wird in der folgenden Abbildung für 1-Tages-Niederschlagsmengen (Periode 1961-2014) in mm angegeben.

Die stärksten Niederschläge fallen üblicherweise im Tessin. Dort sind es vor allem Südstaulagen, welche für die grossen Niederschlagsmengen verantwortlich sind. Eher bescheiden sind die höchsten Mengen in den inneren Alpentälern, insbesondere im Rhonetal. Im Mittelland sind vor allem Gewitter als Ursache von Starkniederschlägen bekannt. Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass die stärksten Niederschläge vor allem während den Sommermonaten auftreten.

Sturm und Wind

Höchste Windgeschwindigkeit (Böenspitze)
In den Bergen    
Grand St.Bernard 268 km/h 27. Februar 1990
Sturm Vivian)
Im Flachland    
Glarus 190 km/h 15. Juli 1985
(Gewittersturm)