Vegetationsentwicklung

Als Folge der Temperaturzunahme entwickelt sich die Vegetation im Frühling und Sommer heute deutlich früher als vor einigen Jahrzehnten. Die Pflanzen sind deshalb sehr gute Indikatoren für die Auswirkung des globalen Temperaturanstiegs. MeteoSchweiz erhebt verschiedene Daten, um diese Änderungen deutlich zu machen.

Einsteigsbild: Blüte des Apfelbaums

Phänologie

Die Phänologie beschäftigt sich mit den im Jahresablauf regelmässig wiederkehrenden Wachstums- und Entwicklungserscheinungen der Lebewesen. So werden in der Pflanzenphänologie die Eintrittstermine (Datum) der sogenannten Phänophasen wie Blattentfaltung, Blüte, Fruchtreife, Blattverfärbung und -fall beobachtet und notiert.

Berichte der aktuellen Vegetationsentwicklung

Hat sich die Vegetation in einem Jahr zum Beispiel besonders früh entwickelt, weil die Temperatur viel höher war als im Mittel? Die Beobachtungen des phänologischen Beobachtungsnetzes bilden die Grundlage für diese klimatologische Auswertung der aktuellen Vegetationsentwicklung. Die aktuellen Analysen finden sich im Monats- und Jahresrückblick.

Phänologisches Beobachtungsnetz

Das phänologische Beobachtungsnetz von MeteoSchweiz umfasst rund 160 Stationen. 26 Pflanzenarten werden beobachtet, um die Vegetationsentwicklung...

Monats- und Jahresrückblick

MeteoSchweiz analysiert den Witterungs- und Klimaverlauf und erstellt zahlreiche Berichte wie Klimabulletins, Klimareports und Publikationen.

Der Frühlingsindex

Der Frühlingsindex zeigt den Zeitpunkt der Vegetationsentwicklung im Frühling im Vergleich zum langjährigen Mittel 1981-2010. Der jährlich ermittelte Index fasst die phänologischen Frühlingsphasen zusammen, von der Blüte der Hasel bis zur Blattentfaltung der Buche.

Frühlingsindex

Der Frühlingsindex zeigt den Zeitpunkt der Vegetationsentwicklung in der Schweiz im Vergleich zum langjährigen Mittel.

Zusätzliche phänologische Beobachtungsreihen

Neben dem Beobachtungsnetz gibt es in der Schweiz zwei lange und damit sehr wertvolle phänologische Beobachtungsreihen, bei welchen seit 1808 respektive 1894 am gleichen Standort zwei Pflanzen beobachtet werden, eine Rosskastanie in Genf und die Blüte eines Kirschbaums in Liestal.