Das Monatsbulletin von MeteoSchweiz beschreibt den Zustand des Schweizer Klimas im aktuellen Monat, vergleicht diesen mit der momentan gültigen Referenzperiode 1991-2020 gemäss Vorgabe der Weltorganisation für Meteorologie WMO und ordnet ihn in den historischen Kontext seit Messbeginn 1864 ein.
Die tägliche Produktion des Bulletins startet ab dem fünftletzten Tag des Monats. Bis zum Monatsende basieren die Angaben im Bulletin auf provisorischen Daten. Landesweite Angaben zu Temperatur berücksichtigen die Prognose bis zum Monatsende mit den dazugehörigen Unsicherheiten. Lokale und regionale Informationen beziehen sich auf den bisherigen Monatsverlauf.
Das definitive Bulletin ist ab dem 10. Januar hier verfügbar.
Publikationsdatum: 31. Dezember 2025
Die landesweit gemittelte Monatstemperatur im Dezember 2025 betrug 0.7 °C. Dies entspricht einer Abweichung zur Referenzperiode 1991-2020 von +2.1 °C. Bei diesen Angaben wurde die Prognose bis zum Monatsende berücksichtigt.
Die Temperatur im Dezember 2025 lag verbreitet über der Referenzperiode 1991-2020. An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Temperaturabweichungen zur Referenz zwischen +0.1 °C und +4.6 °C registriert, wobei ein Grossteil der Stationen eine Abweichung von +1.0 °C bis +3.2 °C aufwies. Diese Angaben entsprechen lokalen Mittelwerten über die bisherigen Tage im Dezember und können sich bis zum Monatsende noch leicht ändern.
Abbildung 1 zeigt die provisorische Monatsmitteltemperatur und die Abweichung zum Mittel über die Referenzperiode 1991-2020 für den Dezember 2025.

Die höchsten positiven Abweichungen zur Referenzperiode 1991-2020 verzeichneten die Regionen Alpennordhang, Nord- und Mittelbünden und Wallis. Beispiele für Messstandorte sind Andermatt und Säntis (siehe Tabelle 1). Die kleinsten positiven Abweichungen stammten aus den Regionen Mittelland, Jura und Alpennordhang (z.B. die Stationen Aadorf / Tänikon und Vaduz). In höheren Lagen waren die Abweichungen zur Referenzperiode grösser als in den tiefergelegenen Regionen der Schweiz.
Tabelle 1 zeigt Monatsmittelwerte der Temperatur an ausgewählten Stationen.
| Station | Höhe [m ü.M.] | Monatsmittel [°C] | Referenz [°C] | Abweichung [°C] |
|---|---|---|---|---|
| Basel / Binningen | 316 | 4.0 | 2.9 | +1.1 |
| Bern / Zollikofen | 553 | 2.1 | 0.9 | +1.2 |
| Zürich / Fluntern | 556 | 2.3 | 1.7 | +0.6 |
| Genève / Cointrin | 411 | 3.9 | 2.8 | +1.1 |
| Aadorf / Tänikon | 539 | 1.6 | 1.2 | +0.4 |
| Engelberg | 1036 | 1.2 | -0.8 | +2.0 |
| Andermatt | 1435 | 0.7 | -3.9 | +4.6 |
| Säntis | 2501 | -1.8 | -5.9 | +4.1 |
| Vaduz | 457 | 2.3 | 2.2 | +0.1 |
| Sion | 482 | 2.8 | 0.9 | +1.9 |
| Davos | 1594 | -0.8 | -3.6 | +2.8 |
| Samedan | 1709 | -5.5 | -7.0 | +1.5 |
| Lugano | 273 | 6.7 | 4.6 | +2.1 |
Tabelle 1: Monatsmitteltemperatur für den Monat Dezember an ausgewählten Stationen im Messnetz von MeteoSchweiz. Es ist jeweils die Höhe der Station, das aktuelle Monatsmittel, der Referenzwert (1991-2020) und die Abweichung zur Referenzperiode angegeben.

Die landesweite Monatsmitteltemperatur im Dezember 2025 belegte bis kurz vor Monatsende den 5. Rang seit Messbeginn 1864. Ähnliche Temperaturabweichungen für den Monat Dezember wurden in den Jahren 1915, 2019 und 2023 registriert. Der bisher wärmste Dezember stammt aus dem Jahr 2015. Der damalige Dezember erreichte eine Monatsmitteltemperatur von 2.2 °C, bei einer Abweichung von +3.6 °C zur Referenzperiode 1991-2020.
Die Monatsmitteltemperatur im Dezember 2025 erreichte an einer Messstation mit Daten seit über 160 Jahren den 1. Rang der wärmsten Dezembermonate: Andermatt 0.7 °C (bisheriger Rekord: 0.3 °C, 1915). Das ist ein vorläufiger Rekordwert. Der Messwert, der Rang und die Anzahl der Stationen mit Rekorden kann bis zum Monatsende noch ändern.
Der globale Klimawandel betrifft auch die Schweiz. Die Temperatur steigt seit der vorindustriellen Zeit in allen Jahreszeiten an. Auch im Dezember ist der Temperaturanstieg seit der vorindustriellen Referenzperiode 1871-1900 signifikant. Die Monatsmitteltemperatur im Dezember ist in den letzten gut 140 Jahren um 3.6 °C (2.2 bis 5.0 °C) gestiegen.
Mit der Monatsdurchschnittstemperatur von aktuell 0.7 °C liegt der Dezember 2025 im jährlichen Schwankungsbereich des aktuellen Klimas. Die Monatstemperatur war damit für den aktuellen Klimazustand nicht aussergewöhnlich. Dies, obschon der Monat mit Rang 5 zu den wärmsten seit Messbeginn 1864 gehört. Dies zeigt eindrücklich, wie stark sich das Klima im Dezember verändert hat.
Die monatliche Niederschlagssumme im Dezember 2025 lag schweizweit unter der Referenzperiode 1991-2020. An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Verhältnisse der monatlichen Niederschlagssumme zur Referenz zwischen 0 % und 72 % registriert, wobei ein Grossteil der Stationen ein Verhältnis von 10 % bis 30 % aufwies. Diese Angaben entsprechen lokalen Werten über die bisherigen Tage im Dezember und können sich bis zum Monatsende noch ändern.
Die grössten Niederschlagsmengen im Vergleich zur Referenzperiode 1991-2020 verzeichnete die Region Alpensüdseite. Beispiele für Messstandorte mit vergleichweise grossen Niederschlagssummen sind Cimetta und Stabio (siehe Tabelle 2). Die geringsten Niederschlagsmengen stammten aus den Regionen Mittelland, Alpennordhang, Nord- und Mittelbünden, Wallis und Engadin (z.B. die Stationen Grimsel Hospiz und Le Moléson).
Abbildung 3 zeigt die monatliche Niederschlagssumme und die Abweichung zum Mittel über die Referenzperiode 1991-2020 für den Dezember 2025.

Die Monatssumme des Niederschlags im Dezember 2025 erreichte an einer Messstation mit Daten seit über 130 Jahren den 2. Rang der niederschlagsärmsten Dezembermonate: Appenzell 9.9 mm (Rekord: 5.0 mm, 2016). Das ist ein vorläufiger Rekordwert. Der Messwert, der Rang und die Anzahl der Stationen mit Rekorden kann bis zum Monatsende noch ändern.
Tabelle 2 zeigt die Monatsniederschlagssummen und deren Abweichung zur Referenzperiode an ausgewählten Stationen im Messnetz von MeteoSchweiz.
| Station | Höhe [m ü.M.] | Monatssumme [mm] | Referenz [mm] | Verhältnis zur Referenz [%] |
|---|---|---|---|---|
| Basel / Binningen | 316 | 11.4 | 65 | 18 |
| Bern / Zollikofen | 553 | 13.5 | 78 | 17 |
| Zürich / Fluntern | 556 | 23.8 | 83 | 29 |
| Genève / Cointrin | 411 | 25.3 | 90 | 28 |
| Engelberg | 1036 | 26.2 | 107 | 24 |
| Le Moléson | 1974 | 0.4 | 90 | 0 |
| Grimsel Hospiz | 1980 | 8.0 | 184 | 4 |
| Sion | 482 | 13.6 | 68 | 20 |
| Davos | 1594 | 14.5 | 68 | 21 |
| Samedan | 1709 | 5.7 | 37 | 15 |
| Lugano | 273 | 46.5 | 80 | 58 |
| Cimetta | 1661 | 46.1 | 64 | 72 |
| Stabio | 351 | 63.8 | 91 | 70 |
Tabelle 2: Niederschlagssumme für den Monat Dezember an ausgewählten Stationen im Messnetz von MeteoSchweiz. Es ist jeweils die Höhe der Station, die aktuelle Monatssumme, der Referenzwert (1991-2020) und das Verhältnis zur Referenzperiode angegeben.
An den Messstandorten von MeteoSchweiz wurden Verhältnisse der monatlichen Sonnenscheindauer zur Referenz zwischen 27 % und 150 % registriert, wobei ein Grossteil der Stationen ein Verhältnis von 50 % bis 130 % aufwies. Diese Angaben entsprechen lokalen Werten über die bisherigen Tage im Dezember und können sich bis zum Monatsende noch ändern.
Am meisten Sonnenschein im Vergleich zur Referenzperiode 1991-2020 erhielten die Regionen Jura, Alpennordhang, Nord- und Mittelbünden, Wallis und Engadin. Beispiele für Messstandorte mit mehr Sonnenschein sind Chasseral und Napf (siehe Tabelle 2). Die geringste Sonnenscheindauer im Vergleich zur Referenz verzeichnete die Region Mittelland (z.B. die Stationen Güttingen und Schaffhausen).
Die monatliche Sonnenscheindauer im Dezember 2025 erreichte an einer Messstation mit Daten seit über 120 Jahren den 4. Rang der sonnenärmsten Dezembermonate: Schaffhausen 8.8 h (Rekord: 3.5 h, 2002). Das ist ein vorläufiger Rekordwert. Der Messwert, der Rang und die Anzahl der Stationen mit Rekorden kann bis zum Monatsende noch ändern.
Tabelle 3 zeigt die monatliche Sonnenscheindauer und deren Abweichung zur Referenzperiode an ausgewählten Stationen im Messnetz von MeteoSchweiz.
| Station | Höhe [m ü.M.] | Monatssumme [h] | Referenz [h] | Verhältnis zur Referenz [%] |
|---|---|---|---|---|
| Basel / Binningen | 316 | 65.2 | 54 | 121 |
| Chasseral | 1594 | 119.6 | 85 | 141 |
| Bern / Zollikofen | 553 | 32.1 | 53 | 61 |
| Zürich / Fluntern | 556 | 32.0 | 47 | 68 |
| Genève / Cointrin | 411 | 15.6 | 48 | 32 |
| Schaffhausen | 438 | 8.8 | 33 | 27 |
| Güttingen | 440 | 10.0 | 37 | 27 |
| Engelberg | 1036 | 38.0 | 31 | 123 |
| Napf | 1404 | 122.4 | 84 | 146 |
| Sion | 482 | 71.6 | 68 | 105 |
| Davos | 1594 | 124.6 | 94 | 133 |
| Samedan | 1709 | 109.0 | 102 | 107 |
| Lugano | 273 | 94.8 | 107 | 89 |
Tabelle 3: Sonnenscheindauer für den Monat Dezember an ausgewählten Stationen im Messnetz von MeteoSchweiz. Es ist jeweils die Höhe der Station, die aktuelle Monatssumme, der Referenzwert (1991-2020) und das Verhältnis zur Referenzperiode angegeben.
Nach einem durchschnittlichen Start in den Dezember stiegen die Temperaturen ab dem Samichlaus-Tag markant an. Die Tagesmitteltemperaturen lagen ab dem 8. Dezember regional 6-10 °C über den Referenzwerten 1991-2020 für die entsprechende Jahreszeit. Nach einem Warmfrontdurchzug ging der Novemberschnee vor allem in mittelhohen Lagen deutlich zurück.
Die ersten drei Wochen des diesjährigen Dezembers waren weitgehend hochdruckbestimmt. Fast durchgehend herrschte in dieser Phase über dem Mittelland Nebel oder Hochnebel. Entsprechend selten schien in tiefen Lagen die Sonne. Über dem Nebel gab es dafür umso mehr Sonnenschein. In der ganzen Schweiz fiel in den ersten zwei Dezemberdritteln nur wenig Niederschlag.
Abbildung 4 zeigt den täglichen Verlauf einiger wichtiger Messgrössen im Dezember 2025 beispielhaft für eine Station in den Niederungen und einen Messstandort in erhöhter Lage.
