Der Juni war im Mittelland, am Alpennordhang und im Wallis relativ niederschlagsarm. Lokal wurden weniger als 50% eines durchschnittlichen Juniniederschlags erreicht. In Thun war der Juni 2025 der niederschlagsärmste seit Beginn der Aufzeichnungen vor über 150 Jahren. Dort fielen gerademal 29,3 mm. Der bisherige Rekord in Thun aus dem Jahr 1902 lag bei 30,8 mm. Überdurchschnittliche Niederschlagsmengen wurden im Jura, auf der Alpensüdseite und im Engadin verzeichnet.
Der Juli war in den zentralen und östlichen Landesteilen nass. In den Kantonen Uri, Schwyz, Glarus und St. Gallen fielen regional über 300 mm Niederschlag oder zwischen 150 und 200% der Referenzperiode 1991-2020. Die Monatssumme des Niederschlags im Juli 2025 erreichte an der Messstation Altdorf mit Daten seit über 160 Jahren den 2. Rang der nassesten Julimonate mit 281,4 mm. Der Rekord stammt aus dem Jahr 2021 mit 340,6 mm. Etwas weniger weit über dem Durchschnitt war der Juliniederschlag 2025 in der Westschweiz, im Wallis und im Tessin.
Der August war bis kurz vor Monatsende in der Westschweiz, im Wallis und am Alpennordhang niederschlagsärmer als im Mittel über die Referenzperiode 1991-2020. In einigen Gebieten wurden 60% oder weniger des Referenzwerts erreicht. Mit den Starkniederschlägen kurz vor Monatsende stiegen die Monatsniederschläge regional über die Referenz. So wurden im Jura bis Schaffhausen lokal 140% und mehr der Referenzperiode 1991-2020 erreicht, im Südtessin bis 200% (Stand: 29. August 2025).
Sonnenscheindauer vielerorts über dem Durchschnitt
Die Summe der Sonnenscheindauer von Juni bis August lag beidseits der Alpen flächendeckend über dem Durchschnitt und erreichte Werte zwischen 100 und 120% der Referenzperiode 1991−2020.
Im sehr sonnigen Juni 2025 stieg die Sonnenscheindauer verbreitet auf 120 bis 150 % des Referenzwerts 1991−2020, lokal auch höher. Auf der Alpensüdseite waren die Werte lokal etwas niedriger, aber dennoch im positiven Bereich. In Arosa und Luzern wurde der zweitsonnigste Juni seit Messbeginn vor über 120 Jahren registriert.
Die Sonnenscheindauer im Juli war schweizweit unterdurchschnittlich. Am meisten Sonne erhielt die West- und Nordschweiz und das Tessin mit Werten zwischen 85 und 100% der Referenzperiode 1991-2020. Mit 60-85% des Referenzzeitraums erhielten die östlichen Alpenteile im Juli am wenigsten Sonne.
Kurz vor Ende August lag die Sonnenscheindauer weitgehend im Bereich von 100 bis 115%, lokal bei 120% des langjährigen Durchschnittswerts (Stand: 29. August 2025).