Wetterereignisse
Kühl und regnerisch zu Monatsbeginn
In der ersten Augustwoche 2025 sorgte ein markantes Höhentief über der Nordsee in der Schweiz für verbreitet niedrige Tagesmitteltemperaturen. In Berglagen und im Mittelland wurden am 2. und 3. August negative Abweichungen von bis zu 6 °C zur Referenzperiode registriert. Vom 1. bis 3. August fielen innerhalb von 48 Stunden lokal 50 mm Niederschlag oder auch mehr. Vereinzelt war dies ein Niederschlagsereignis, das nur alle 1-5 Jahre vorkommt. In den meisten Gebieten waren die gemessenen Niederschlagsmengen jedoch nicht aussergewöhnlich.
Die August-Hitzewelle endete ohne bemerkenswerte Rekorde
Zwischen dem 7. und 18. August wurden in tiefen Lagen im Mittelland und auf der Alpensüdseite immer wieder Tagesmaxima von 30 °C und mehr registriert. Lokal gab es während einer bis zwei Wochen fast kontinuierlich Hitzetage. Temperaturrekorde blieben bis auf wenige Ausnahmen in diesem August aus.
Weiterführende Informationen
Ergiebige Niederschläge auf der Alpennordseite
Vom 20. bis 22. August 2025 sorgten Schauer und Gewitter auf der Alpennordseite regional für beachtliche Niederschlagsmengen. Auf der Alpennordseite fielen rund 30 bis 70 mm in 48 Stunden. Dem zentralen und östlichen Alpennordhang entlang sowie im zentralen Mittelland zwischen Solothurn und dem Entlebuch wurden rund 50 bis 80, lokal bis 100 mm gemessen. Die grössten Niederschlagsmengen fielen in der Nordostschweiz, besonders an der Station Salen-Reutenen. Über etwas mehr als 24 Stunden fielen dort 158 mm Regen, wovon 129 mm in 12 Stunden zwischen 4 und 16 Uhr Lokalzeit gemessen wurden. Solche Werte wurden noch nie an dieser Station seit Messbeginn 1901 gemessen. Der Wert von 158 mm entspricht auch der bisher höchsten 2-, 3- und 5-Tagessumme an diesem Standort.
Weiterführende Informationen
Grosse Regenmengen in der Südschweiz und im Jura
In der Nacht vom 27. auf den 28. August bis am Abend wurden über 24 Stunden auf der Alpensüdsei-te lokal über 100 mm Niederschlag verzeichnet. Die grössten Mengen ergaben sich in Mosogno im Onsernonetal (206 mm) und in Cevio im Valle Maggia (159 mm). Ebenfalls über 100 mm wurden in Robièi im oberen Teil des Val Bavona (109 mm), in Bosco Gurin (107 mm), bei Toricella/Crana (105 mm) und am San Bernardino (103 mm) erreicht. An den übrigen Stationen in der Südschweiz wurden maximale 24-Stundensummen von rund 30 bis 100 mm gemessen. Diese Niederschlagssummen können in den betroffenen Gebieten häufiger als jährlich oder etwa alle 1-3 Jahre überschritten werden. Im westlichen Jura und Mittelland wurden in der Nacht vom 27. auf den 28. August in 24 Stunden verbreitet 40 bis 60 mm, lokal auch mehr gemessen. In Vevey wurden 94 mm, auf dem Chasseral knapp 88 mm erreicht. In Vevey entspricht dies einem Ereignis, dass etwa alle 10-20 Jahre überschritten werden kann. Die Messung auf dem Chasseral entspricht einer Jährlichkeit von 5 bis 10 Jahren. Einzelne weitere Stationen in den westlichen Landesteilen verzeichneten ebenfalls Niederschläge mit Jährlichkeiten in dieser Grössenordnung. Es wurden keine neuen Niederschlagsrekorde erreicht.