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Hitze

Hitze ist eine ernstzunehmende Naturgefahr, sowohl für die Gesundheit des Menschen als auch für die gesamte Biosphäre und die Infrastruktur. Tage mit hohen Temperaturen stellen eine potenziell grosse gesundheitliche Belastung für die Bevölkerung dar. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zur hitzebedingten Mortalität zeigen, dass nicht nur die Tagesmaximaltemperaturen die Hitzebelastung beeinflussen, sondern auch die Nachttemperaturen, und dass nicht nur lange, sondern auch kurze, aber intensive Wärmeperioden eine Auswirkung auf die Gesundheit haben.

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Gefahrenstufe 5 (sehr grosse Gefahr)

Hitzewarnungen werden nur auf den Gefahrenstufen 2, 3 und 4 herausgegeben.

Gefahrenstufe 4 (grosse Gefahr)

Auswirkungen
  • Risiko für Kreislaufbeschwerden
  • körperliches Unwohlsein
Verhalten Informationen zum Verhalten finden Sie unter
Verhaltensempfehlungen während einer Hitzewelle oder unter Bundesamt für Gesundheit BAG.
Beschreibung Mess- und Prognosewerte

Mittlere Tagestemperatur ≥ 27 °C für mindestens drei aufeinanderfolgende Tage.

Gefahrenstufe 3 (erhebliche Gefahr)

Auswirkungen
  • Risiko für Kreislaufbeschwerden
  • körperliches Unwohlsein
Verhalten Informationen zum Verhalten finden Sie unter
Verhaltensempfehlungen während einer Hitzewelle oder unter Bundesamt für Gesundheit BAG.
Beschreibung Mess- und Prognosewerte

Mittlere Tagestemperatur ≥ 25 °C für mindestens drei aufeinanderfolgende Tage.

Gefahrenstufe 2 (mässige Gefahr)

Auswirkungen
  • Risiko für Kreislaufbeschwerden
  • körperliches Unwohlsein
Verhalten Informationen zum Verhalten finden Sie unter
Verhaltensempfehlungen während einer Hitzewelle oder unter Bundesamt für Gesundheit BAG.
Beschreibung Mess- und Prognosewerte

Mittlere Tagestemperatur ≥ 25 °C für ein oder zwei Tage.

Gefahrenstufe 1 (keine oder geringe Gefahr)

Trotz sommerlichen Werten liegen die Temperaturen in einem Bereich, in welchem noch keine verbreiteten Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit und auf das Gesundheitssystem zu erwarten sind. Nichtsdestotrotz können sich einzelne, fragile Personen bei diesen Temperaturen bereits unwohl fühlen. Deshalb müssen sie sich entsprechend vor der Hitze schützen.

Erläuterungen:

Die Hitzewarnungen beruhen ab Sommer 2021 neu auf der mittleren Tagestemperatur (Tmean).
Diese stellt eine sehr robuste Grösse dar und berücksichtigt die Hitzebelastung während der ganzen 24 Stunden eines Tages. Sie ist nicht von einzelnen Temperaturspitzen abhängig. Tmean wird für jede Station aus dem Mittelwert aller Messwerte eines Tages (von Mitternacht bis Mitternacht) berechnet. Mit der Wahl der mittleren Tagestemperatur als Hitzeindikator wird daher auch die Temperatur in der Nacht berücksichtigt. Nächtliche Temperaturen sind besonders relevant für die menschliche Gesundheit. Falls die Nächte nicht ausreichend kühl sind, kann sich der Körper kaum erholen und die Hitzebelastung schlechter verkraften.

Die Schwellenwerte und Kriterien des Hitzewarnkonzeptes liegen epidemiologischen Auswertungen durch das Schweizerische Tropen- und Public Health-Institut (Swiss TPH) in Basel zugrunde, die massgeschneidert für die Schweiz vorliegen. Berücksichtigt werden die Auswirkungen der mittleren Tagestemperatur auf die Mortalität in der Schweiz. Die wissenschaftlichen Analysen durch Swiss TPH zeigen, dass bereits ab einem Tag mit hohen Temperaturen die Mortalitätsrate ansteigt. Deshalb wurde ab Sommer 2021 auch die Warnstufe 2 eingeführt, um kurze Wärmeperioden ab einem Tag warnen zu können.

Die allgemeine Hitzewarnung beruht mit der mittleren Tagestemperatur auf einem rein temperaturbasierten Index. Neben der Temperatur hat zwar auch die Feuchtigkeit einen Einfluss auf das Wohlbefinden des Menschen, jedoch gemäss verschiedener Studien im Schweizer Klima nicht auf die Mortalität.