Zwei unterschiedliche Nullgradgrenzen
Es gibt zwei verschiedene Nullgradgrenzen. Die eine wird mittels Wetterballons in der freien Atmosphäre bestimmt, die andere wird aus bodennahen Messungen an Messstationen abgeleitet. In der Wettervorhersage wird die Höhe der Nullgradgrenze der freien Atmosphäre angegeben. Die bodennahe Nullgradgrenze wird zur Analyse der langjährigen Entwicklung herangezogen, da qualitativ hochwertige Daten an Messstationen weit in die Vergangenheit zurück verfügbar sind.
Vor allem im Winterhalbjahr können die bodennahe Temperaturverteilung und damit auch die Nullgradgrenze auf kleinstem Raum stark schwanken. Ein Beispiel dafür sind Nebellagen: Unter der Nebeldecke ist es empfindlich kalt, während über dem Hochnebel die Sonne für angenehme Temperaturen sorgt (Inversion). Während solchen Wettersituationen kann die Nullgradgrenze in den Bergen höher liegen als im nebelbedeckten Mittelland.