Im Juni erreichten die Regenmengen in der Schweiz verbreitet zwischen 80 und 120 % der Norm 1991–2020. Gebietsweise gab es sogar 180 bis 190 % der Norm. Einzelne Messstandorte verzeichneten einen der nassesten Junimonate seit Messbeginn.
Der Juli brachte einigen Regionen der Schweiz weniger als 30 %, lokal auch weniger als 10 % der normalen Regenmengen. In der Region Genf war es einer der niederschlagsärmsten Julimonate seit Messbeginn. Im Waadtländer Jura wurde verbreitet der niederschlagsärmste Juli seit über 50 Jahren verzeichnet. Zusammen mit der hohen Temperatur und der damit verbundenen hohen Verdunstung ergab sich in dieser Region eine grosse Trockenheit. Auf der seit langer Zeit niederschlagsarmen Alpensüdseite bewegten sich die Julisummen meist zwischen 40 und 70 % der Norm. Die Ostalpen erhielten verbreitet 70 bis 80 %, lokal auch 90 % der Norm 1991–2020.
Im August blieben die Niederschlagsmengen vielerorts unter der Norm 1991–2020. In den meisten Landesteilen gab es einzelne Messstandorte mit weniger als 50 % der Norm. In Scuol im Unterengadin fiel weniger als 30 % der normalen Augustmenge. Vom 17. bis zum 19. August verzeichnete die Schweiz die erste Regenperiode seit Anfang Juli, die über mehrere Tage landesweit Niederschlag brachte.