Nach den trüben Wochen im Flachland stellt sich bestimmt nicht nur die Autorin die Frage: Wo ist es am sonnigsten? Im Jahr 2025 wurden am meisten Sonnenstunden auf dem Gornergrat gemessen: 2447 Stunden insgesamt. Dies ist die Summe bis am 30.12.2025, also dürften noch ein paar Stunden dazukommen. Dies entspricht 60% des maximal Möglichen. Doch gibt es einen Ort, wo das Potenzial noch mehr ausgeschöpft wurde? Ja, im benachbarten Zermatt wurden 66% der möglichen Zeit Sonnenschein gemessen. Das sind trotz Schatten der Berge immerhin 1797 Stunden.

Das Niederschlagsmessgerät, welches dieses Jahr am meisten zu tun hatte, steht in der Lichtung «In Crána» oberhalb von Sigirino im Südtessin. Es hat insgesamt 2540 mm Niederschlag gemessen. Die grösste Stundensumme fiel dabei auf den Abend des 21. September. Ein Gewitter brachte 52 mm, was auch der zweitgrössten Stundensumme des Jahres entspricht welche im SwissMetNet gemessen wurde. Die grösste Stundensumme des Jahres 2025, und auf der Alpennordseite auch die grösste seit Messbeginn, wurde am 25. Juli in Bözberg gemessen. Für die 76.3 mm in einer Stunde waren langsam ziehende Gewitter verantwortlich.
Die trockensten Standorte lagen auch in diesem Jahr im Mattertal. In Grächen wurde im ganzen Jahr nur gerade 500 mm Niederschlag gemessen, wenn man auf eine ganze Zahl rundet. Dies ist 82% der 607 mm, welche gemäss der der Norm 1991-2020 erwartet würden.
Die stärkste Windböe es Jahres wurde, es wundert niemand, in den Bergen gemessen. Am 27.10.2025 lagen die Alpen in einer starken Nordwestströmung. Diese brachte am Alpennordhang und im Obergoms Schnee und auf dem Jungfraujoch eine Windböe von 165 km/h. Das ist deutlich weniger als der Schweizer Rekord von 268 km/h, welcher am 27.02.1990 am Grossen St. Bernhard registriert wurde. Auch für das Jungfraujoch ist es nichts Aussergewöhnliches.
In tieferen Lagen sieht das etwas anders aus: In Neuchâtel sorgte ein kräftiges Gewitter am 15.06.2025 für Windböen bis 140 km/h! Dies ist ein neuer Allzeitrekord für die Station, wo seit 1981 gemessen wird. Mehr dazu im Blog vom Tag darauf.

Am 13.08.2025 lag die Schweiz unter einem Höhenrücken in heisser Luft. Dies führte zu den höchsten Temperaturen des Jahres. In Payerne wurde 36.5 °C gemessen, dicht gefolgt von Genf und Pully bei Lausanne mit 36.4 °C. Dies sind die höchsten Werte einer längeren Hitzeperiode, welche aber nicht im Rekordbereich lagen.
Und wo war es nun am kältesten? Natürlich in La Brévine. In diesem Kaltluftsee wurden am 4. Januar die tiefste Temperatur im SwissMetNet gemessen: -31.1 Grad. Das reicht nicht mal für die Allzeit-Top-Ten. Auch der Rekord ist gut 10 Grad weg.

Vielen Dank für die vielen Fotos, welche uns das ganze Jahr über via der App erreicht haben. Das Team in der Prognose- und Flugwetterzentrale am Zürich Flughafen wünschen Ihnen, liebe Leserschaft, einen guten Rutsch und auf ein neues Jahr voll spannendem Wetter.