Wie werden die Resultate gelesen?
Klimamodelle unterscheiden sich in der Art, wie bestimmte Prozesse in der Atmosphäre, der Landoberfläche oder den Ozeanen dargestellt werden. Daher liefern unterschiedliche Modelle leicht unterschiedliche Resultate. Um die möglichen Auswirkungen der globalen Erwärmung auf das Klima in der Schweiz möglichst umfassend abzuschätzen, werden zahlreiche Simulationen mit unterschiedlichen Modellen durchgeführt und analysiert. Die resultierende Bandbreite der Ergebnisse zeigt die mögliche Spannweite der zukünftigen Entwicklung. Diese Spannweite lässt sich durch die Darstellung von Perzentilbereichen anschaulich visualisieren.
Je die Hälfte der Projektionsergebnisse für eine GWL-Variante (farbige Punkte in der Grafik unten) liegt über oder unter dem Median (dicke horizontale Linie innerhalb der farbigen Box in der Grafik). Er entspricht der “mittleren Schätzung” und wird daher im Rahmen der Klimaszenarien als «erwarteter Wert» bezeichnet. Die “obere Schätzung” (95. Perzentil) entspricht dem oberen Rand der farbigen Box, die “untere Schätzung” (5. Perzentil) dem unteren Rand. Alle Werte zwischen der oberen und der unteren Schätzung werden im Rahmen der Klimaszenarien aus Klima CH2025 als «möglich» bezeichnet. Da das Klimamodell-Ensemble nur einen Teil des tatsächlich möglichen Schwankungsbereichs erfassen kann, wird davon ausgegangen, dass die effektive Bandbreite grösser ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass die realen Werte innerhalb des «möglichen» Bereichs liegen werden, beträgt schätzungsweise zwei Drittel. Die einzelnen Punkte stellen exemplarisch einzelne Modellsimulationen dar. In unseren Produkten sind diese Punkte nicht ersichtlich.