Klimaszenarien zeigen, dass die Globalstrahlung in Zukunft im Sommer, insbesondere nördlich der Alpen, leicht zunehmen wird. Für den Winter und den Frühling wird hingegen eine leichte Abnahme erwartet. Wie stark sich die Globalstrahlung tatsächlich verändert, hängt jedoch auch davon ab, ob und in welcher Weise sich die Wetterlagen in Bezug auf ihre Muster, Häufigkeit und Lebensdauer verändern. Zur zukünftigen Entwicklung dieser Wetterlagen liegen derzeit allerdings keine eindeutigen Hinweise vor.
Nebel & Hochnebel
Nebeltage sind seit den 1970er Jahren tendenziell seltener geworden. Die Gründe hierfür sind bisher nicht komplett verstanden. Eine mögliche Erklärung ist die generelle Verbesserung der Luftqualität und insbesondere der Rückgang der Aerosolemissionen, der die Kondensation von Wasserdampf und damit die Nebelbildung fördert. Auch die Überbauung von Böden könnte ein möglicher Grund für die Abnahme von Nebelhäufigkeit sein, da durch diese Versieglung weniger Feuchtigkeit als über natürlichen Böden verfügbar ist. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass die jeweils herrschende Wetterlage ein wichtiger Faktor für die Bildung von Nebel oder Hochnebel ist. Da die Häufigkeit von Wetterlagen über die Jahre stark variiert, unterliegt auch die Nebelhäufigkeit diesen Schwankungen.
Aufgrund der Schwankung der Häufigkeit von Wetterlagen, welche die Nebel- und Hochnebelbildung fördern, ist auch schwierig abzuschätzen, wie sich die Häufigkeit von Nebel und Hochnebel zukünftig verändert. Auch ist zurzeit noch nicht genügend erforscht, wie weit die fortschreitende Erwärmung die Häufigkeit nebelrelevanter Wetterlagen beeinflusst. Weiter hängt die zukünftige Nebelhäufigkeit unter anderem davon ab, wie sich die Luftqualität entwickeln wird. Daher sind zurzeit noch keine Aussagen über zukünftigen Veränderungen von Nebel und Hochnebel möglich.