Womit macht MeteoSchweiz die Datenassimilation?
Mit dem KENDA-System (Kilometer Scale Ensemble Data Assimilation). Das System umfasst die Vorhersagen im Datenassimilationszyklus, das Bereitstellen der Beobachtungen und den eigentlichen Assimilationsprozess mit dem LETKF. Der Local Ensemble Transform Kalman Filter, kurz LETKF, gewichtet Beobachtungen und Modellzustände mit den jeweiligen Unsicherheiten, um eine bestmögliche Schätzung des aktuellen atmosphärischen Zustands zu erzeugen. Zudem stellt der LETKF eine Schar leicht abweichender Analysen bereit, welche die Unsicherheit der Zustandsschätzung repräsentieren.
Wozu werden Unsicherheiten berechnet?
Die Unsicherheit wird durch leicht abweichende Zustände dargestellt, wobei KENDA 40 Anfangszustände berechnet. Die Prognosen der ICON-Modelle werden dann mit diesen Anfangszuständen initialisiert. ICON-CH1-EPS (mit einer horizontalen Maschenweite von 1 km) berechnet alle drei Stunden die Entwicklung des Wetters für den Zeitraum von bis zu 33 Stunden. ICON-CH2-EPS (mit einer horizontalen Maschenweite von 2.1 km) berechnet viermal täglich eine Vorhersage für den Zeitraum von fünf Tagen. Die Unsicherheit, die von KENDA geschätzt wird, fliesst also in beide ICON-Modelle ein.
Nebst den von KENDA geschätzten Realisierungen bekommen die Vorhersagen auch leicht unterschiedliche Randbedingungen. Die Randbedingungen, also die wetterrelevanten Informationen ausserhalb des Modellgebiets, erhalten die beiden Ensemblesysteme vom globalen Ensemblesystem Integrated Forecasting System (IFS), dem globalen numerischen Wettervorhersagemodell des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF).