Hitze künftig noch häufiger und intensiver
In Zukunft muss die Schweiz mit deutlich häufigeren und intensiveren Hitzeereignissen rechnen. Der Anstieg der Hitzeextreme in der Schweiz ist deutlich grösser als die mittlere Temperaturzunahme im Sommer. Die jährlichen Höchsttemperaturen werden mit zunehmender globaler Erwärmung deutlich ansteigen. Bei einer globalen Erwärmung um 1,5 Grad Celsius gegenüber der vorindustriellen Zeit – in einer sogenannten 1,5-Grad-Welt (GWL1.5) – wird der wärmste Tag des Jahres in der Schweiz um 1,5 Grad Celsius (0,6 bis 2,7 Grad Celsius) wärmer sein als in der Referenzperiode 1991-2020. Eine 1,5-Grad-Welt steht unmittelbar bevor. In einer 3-Grad-Welt (GWL3.0) wird der wärmste Tag um 4,4 Grad Celsius (2,4 bis 6,8 Grad Celsius) wärmer sein. Beispielsweise bedeutet dies in einer 3-Grad-Welt eine Tageshöchsttemperatur an der Station Basel (Binningen) von 38,8 Grad Celsius anstatt 34,4 Grad Celsius in der Referenzperiode 1991-2020. Die höchste Tagesminimumtemperatur im Jahr wird in einer 1,5-Grad-Welt um 1,1 Grad Celsius (0,6 bis 2,3 Grad Celsius) respektive in einer 3-Grad-Welt um 3,8 Grad Celsius (2,3 bis 5,1 Grad Celsius) wärmer sein.
Die Häufigkeit sowie die Intensität extremer Temperaturen werden deutlich zunehmen. Extrem heisse Tage, die heute nur alle 50 Jahre auftreten, werden in einer 1,5-Grad-Welt etwa 2,6-mal häufiger und in einer 3-Grad-Welt etwa 17-mal häufiger. Auch die Intensität solcher extrem heissen Tage zeigt einen deutlichen Anstieg. Bei Hitzeereignissen, die einmal alle 50 Jahre auftreten, ist die Temperatur in einer 1,5-Grad-Welt um 1,6 Grad Celsius höher und in einer 3-Grad-Welt um 5,6 Grad Celsius höher als in der Referenzperiode 1991-2020.